Eine Sammler-Leidenschaft ist etwas Schönes und Belastendes zugleich.  Bereits im Alter von 8 bis 10 Jahren wurde ich Sammler.
Im Winter stapelte ich im Garten hinterm Haus schöne Eisschollen aus Pfützen - doch leider verschwanden sie wieder. Später sammelte ich Schnecken mit schönen Häuschen, baute ihnen im Aquarium ein Biotop (nachdem meine Fische plötzlich nicht mehr leben wollten). Doch sie flüchteten und tum-melten sich lieber in den Erdbeerpflanzen, was mir Ärger mit Mutter einbrachte. Danach sammelte ich aus einem Mini-Flüsschen Kaulquappen und schuf ihnen einen Lebensraum in einer alten Wanne im Garten. Schön, wie die Beinchen wuchsen und bereits zwei Froschbabys auf die schwimmenden Hölz-chen kletterten. Ein paar Tage später waren alle verschwunden und mein Sammeltrieb ging gegen Null.
Als Azubi erhielt ich meine erste Lehrlingsrente (56,- DDR-Mark bru., nach Sozialabgaben und Abgabe an Mutter blieben 40,- M net.) und die ersten Kneipengänge und Skatrunden begannen. Es erwachte wieder meine Sammlerleidenschaft - nun für Bierdeckel, Streichholzschachteln und Speisekarten (die Wirte mögen mir verzeihen). Tapezieren meiner Junggesellenbude fiel für ca. 10 Jahre aus - meine Freunde (und erst recht die Freundinnen) staunten über meinen 4-Wände-Schmuck, den ich vor ca. 30 Jahren wieder abnahm. In 2007 digital erfasst, ruhen sie nun im Streichholzschachtel - Altersheim.            Ich war auch Fan der Beatles, Rolling Stones, Kinks und anderer Bands aus der Blütezeit des Beat und wenige Jahre selber Drummer.
Liebe Besucher, nun tretet ein - ins Streichholzschachtel-Altersheim.
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